25 Jahre Forum für Schmuck und Design
Bericht über das Jubiläum 25 Jahre Forum für Schmuck und Design,
von Sabine Störring
Schon die Einladung zur Jahresversammlung mit den angekündigten Jubiläumsfeierlichkeiten ließen ein Gefühl der Vorfreude und ein wenig Stolz in mir aufsteigen, dazuzugehören. Wozu? Zu dem erlauchten Kreis, dem die Tore in die Hochburg der Angewandten Kunst (sprich MAK) in Köln offen standen, wenn auch z u n ä c h s t nur am 8.11.2009.
Der Empfang war ganz im Zeichen des Jubiläums: 25 Jahre Forum für Schmuck und Design. Auf dem Fußboden des Treppenhauses, dem Dreh- und Angelpunkt, von dem aus die Treppen die verschiedenen Ebenen des Museums zugänglich machen, das silberne Prachtstück einer Mitgliederkette, deren Glieder sich ebenso vielfältig, ideen- und facettenreich wie die Mitglieder des Forums zeigten. Jeder, der daran mitgearbeitet hatte, ging auf die Suche nach „seinen“ 10 cm Kette, um zu sehen, wie sie sich in den Gesamtverlauf des mehrere Meter langen Kunstwerkes einfügten.
Auf der unteren Ebene des Museums mit Blick durch das Maßwerk des Minoritenklosters in den Innenhof des Museum trafen sich Vorstand, Mitglieder des Forums und Gäste zum Gedankenaustausch und Feiern.
Der Vorstandstisch, auf dem für jedes Vorstandsmitglied eine Rose stand, wies darauf hin, dass zuerst der offizielle Teil einer Jahresversammlung erledigt werden musste, was dann auch glatt über die Bühne ging. Mir fiel auf, dass eine Schweizerin mit am Tisch saß. Später erfuhr ich, dass es sich um das Vorstandsmitglied Brigitte Moser handelt, die in Baar in der Schweiz eine Schmuckgalerie hat und zu den Gründungsmitgliedern des Forums gehört. Ebenso hatte es sich Wilhelm Mattar, der mit Johannes Oppermann vor 25 Jahren das Schmuckforum gegründet hatte, nicht nehmen lassen, von Mallorca anzureisen, um an der Jubiläumsveranstaltung teilzunehmen. So wurden viele Erinnerungen wachgerufen und miteinander ausgetauscht. Es wurden aber auch Zukunftspläne geschmiedet, denn irgendwann soll ja auch das 50-jährige Bestehen gefeiert werden. So war Julia Maria Künnap eigens aus Estland angereist, um erste Ideen und Vorstellungen von der Gestaltung der Ars Ornata Europeana in Tallinn im Jahr 2011 aufzuzeigen.
Dem Zufall, dass keiner außer mir eine Kamera dabei hatte, habe ich es zu verdanken, dass ich an dem Abend der „Pressefotograf“ sein durfte. Mit sicherem Gespür habe ich schnell herausgefunden, welches die mehr oder weniger wichtigen Personen des Abends waren und diese besonders „aufs Korn“ sprich auf die Linse genommen. Das waren natürlich die Personen, die das festliche Rahmenprogramm gestalten wie z.B. Wolfram Schmachtenberg, der neben einer filmischen Dokumentation über das II. Kölner SchmuckForum im Rheinauhafen zwei weitere kleine Filme über Kunstaktionen am Rhein zeigte, und der stellvertretende Direktor des MAK Dr. Gerhard Dietrich, der eine ausgezeichnete Führung durch die beiden aktuellen Schmuckausstellungen über Dieter Roth und Falko Marx anbot.
Gerade diese beiden Künstler, die in ihren Ideen innovativ und in ihren Werken bahnbrechend waren, üben großen Einfluss auf zeitgenössische Schmuckgestalter aus, die immer wieder nach neuen Lösungen technischer Art oder künstlerischem Ausdrucks suchen, und das Experiment in den Mittelpunkt ihres Schaffens stellen.
Mit einer Betrachtung, die ich mit spitzbübischer Freude durchgeführt habe, möchte ich schließen. Als Textilgestalterin ist mir nicht entgangen, dass Brigitte Moser und Wilhelm Mattar im „Partnerlook“ erschienen waren. Das schwarz-weiße Muster von Brigitte Moser`s Strumpfhose kehrte exakt in Wilhelm Mattar´s Jacke wieder. Sie hatten auch sonst einige Gemeinsamkeiten, die ich mit meiner Kamera bewusst in Szene gesetzt habe.





