Was geht ab in . . Frankreich?
Was geht ab in… Frankreich?
Der neue Schmuckverein „La Garantie“ in Frankreich, von Monika Brugger
La Garantie, association pour le bijou, Verein für Schmuck, gegründet im Jahr 2007 von Christian Alandete, Monika Brugger, Benjamin Lignel, Delphine Lesbros, Cecile Michaud. Alle kommen aus verschiedenen Bereichen: Soziologie, Kunstgeschichte, Ausstellungs-macher, Designer und Schmuckmacher, was das Besondere dieses Vereins ist.
Und dieser kleine Verein hat schon ein wunderbares Programm in 2008 gestaltet.
La Garantie ist dabei, ein Dokumentationszentrum über Schmuck zu eröffnen auf der Basis der privaten Dokumentation (Dias, Bücher, Kataloge etc.) von Monika Brugger.
Delphine Lesbros und Cécile Michaud haben ihren ersten Journée d’études (Studientag) über Schmuck an der ENS, École Normale supérieure, rue d’Ulm in Paris, der Hochburg der französischen Intelligensia gestaltet. Ein Tag über die Funktion und den Gebrauch von Schmuck von der Prähistorik bis zu unseren Tagen. Sie organisierten ein wunderbares wissenschaftliches Komitée. So war es ein Tag, an dem diese Zwei junge WissenschaftlerInnen und Doktoranten/innen aus allen verschiedenen Disziplinen (Anthropologie, Literatur, Soziologie, Kunstgeschichte …) um das Thema Schmuck zusammengebracht haben. Es war schon ein Ereignis innerhalb der Schule selbst und ein Tag, an dem sich auch ein wunderbares Publikum zusammen gefunden hat. Dies alles und auch der Kaffee und Kuchen in den Pausen wurde bezahlt von der EHESS, dem Centre de recherche sur les arts et le langage (CRAL) und dem Centre Maurice Halbwachs (CMH), war also kostenlos für alle Teilnehmer. Die Schmuckstudenten aus Paris, Stassburg und Limoges (was nicht wirkliche Schmuckstudenten sind) haben daran teilgenommen, haben eine Studienreise mit Museumsbesuchen gemacht und dann am zweiten Ereignis, dem Dezemberfest, auch von der La Garantie organisiert, teilgenommen
Das Dezemberfest!, nicht zu verwechseln mit dem Oktoberfest, auch wenn es ein „clin dœil“ ist. Inspiriert wurden Emmanuel Lacoste und Benjamin Lignel sicher vom „Schmuck“ und da sind wir wieder bei einem Oktoberfest. Das Dezemberfest wie auch die Journée d’études sollen zweijährig veranstaltet werden und helfen, Kontakte unter den verschiedenen Studenten und den Schmuckmachern zu motivieren, dies durch fachspezifische Vorträge, Diskussionen und Austausche auf verschiedenste Art und Weise: Werkzeug, technisches Können oder was auch immer ausgetauscht werden kann. Es soll auch international werden, dafür brauchen wir noch etwas Zeit.
Für dieses Jahr wird noch ein Symposium Les rencontres du fourneau ins Leben gerufen, in Fourneau, am Rande des Waldes Paimpont, wo Merlin begraben liegen soll und Morgane im Tal ohne Wiederkehr lebte. Ein Symposium, auch zweijährig und auch geleitet von dem Gedanken, einen Austausch zu schaffen, eine Möglichkeit zu gestalten, Künstler zusammen zu bringen, internationalen Austausch zu gestalten, um einen Austausch zwischen Generationen langsam wachsen zu lassen. Und auch immer mit dem Gedanken, das wir im Augenblick in einer sehr seltsamen Aufbruchstimmung sind hier in Frankreich, wo die Anfänge gestaltet werden, die durch diese Gruppe erreicht werden können. Diese Gruppe, die aus sehr verschiedenen Mitgliedern besteht und vor allem aus Männern und Frauen, die sich in ganz unterschiedlichen Interessengruppen bewegen und dadurch neue Türen öffnen lassen.
Und vor allem wird die Ausstellung Also known as jewellery beginnen zu reisen. Organisiert von Christian Alandete und Benjamin Lignel wird diese französische Schmuckausstellung in der Galerie Flow in London (Grossbritannien) im März, bei Alternatives in Rom im Juni/Juli und dann bei Velvet da Vinci in San Francisco (USA) im Herbst 2009 zu sehen sein. Ein Katalog ist in Vorbereitung mit Texten unter anderem von: Sofian Beldjerd, Frédéric Bodet, Caroline Broadhead (GB),), Carole Guinard (CH), Noel Guyomarc’h (CDN), Love Jönsson (S), Anna Kharkina (Rus), Philippe Liotard, Michael Rowe (GB), Frédérique Verlinden über die französischen Schmuckmacher: Claire Baloge, Babette Boucher, Brune Boyer-Pellerej, Frédéric Braham, Monika Brugger, Carole Deltenre, Joanne Grimonprez, Sophie Hanagarth, Ulrike Kampfert, Emmanuel Lacoste, Catherine Legal, Florence Lehmann, Christophe Marguier, Amandine Meunier, Jana Natier, Nathalie Perret, Maud Traon.
So werden alte Ideen durch neue Aktionen ins Laufen gebracht und wir alle hoffen, dass durch die unterschiedlichen Teilnehmer auch neue Dynamiken ins Rollen gebracht werden, denn es ist vielleicht das erste Mal, das nicht nur Macher, sondern auch Denker zusammen gemeinsam versuchen, das Thema Schmuck anzugreifen, es zu machen, darüber nachzudenken, und es dadurch dem Publikum wie auch unter sich, zu vermitteln versuchen.
Und ich kann nur sagen, dass es schön ist, dabei zu sein und es auch ausgelöst zu haben. Da ich nun schon seit langem durch Workshops, Ausstellungen, Vorträge und was auch immer, ja auch durch mein eigenes Schmuckmachen versuche, den Schmuck sichtbar zu machen. Und da es immer durch die Begegnung mit anderen möglich wird, neue Perspektiven zu öffnen, ist deshalb die Begegnung und die heutige Zusammenarbeit mit Cecile Michaud, Benjamin Lignel, Delphine Lesbros und Christian Alandete eine der wichtigsten Elemente der neuen Dynamik. Eine Dynamik, die, wie ich hoffe, sehr lange dauern wird, neue Mitglieder findet und auch schon gefunden hat. Eine Dynamik, die sich entwickeln wird durch die Vielfalt ihrer Mitglieder, durch die Tatsache, dass im Augenblick neue Schmuckmacher aus den Schulen kommen und der Schmuck in Frankreich dadurch neue Impulse bekommt. Aber es müssen eben auch neue Impulse erarbeitet werden und sie werden erarbeitet.
Das Buch „Heimat“ von Monika Brugger
Heimat heißt das Buch.
Heimat, ein Wort, das nicht ins Englische, nicht ins Französische übersetzt werden kann.
Heimat ist das einzige Wort, gefunden von einem französischen Freund, das in sich alles trägt was ein „Immigrant“ in seinen künstlerischen Arbeiten sucht und findet.
Heimat ist das Ergebnis eines Projekts, das in Arles, in meiner Küche, um meinen Esstisch herum, seinen Anfang hatte: ein schönes Buch(lein) mit interessanten Texten über eine Arbeitsgruppe “Au bout des doigts” zu machen. Corinne Janier, eine junge Fotografin und Grafikerin, fand meine Arbeiten so wunderbar und sie liebt Büchermachen. So fing sie dann 2005 an, Fotos der Arbeiten zu machen, über den grafischen Teil des Buches nachzudenken, einen Dummy zu gestalten, und ich begann die Autoren zu suchen. Somit, langsam und langsam, fing das Projekt an, eine Form zu bekommen, die nun endlich auch einen Herausgeber finden musste. Einen Herausgeber, finanzielle staatliche Unterstützung, Sponsoren und was alle so gebraucht wird, um ein Buch - es war noch ein Büchlein - herausbringen zu können. Einige wurden angeschrieben (auch der Traum-Herausgeber, er hat geantwortet - aber negativ) so kamen keine Antworten und dann negative, und es ist immer wunderbar zu lesen, wie alles formuliert ist. Ja dann kam im Juni 2007 doch ein positiver kleiner Brief von Dieter Zuehldorf, der dann meinte : Ja, gibt es noch mehr Arbeiten?
Ja, dann haben wir heute die Heimat mit der „Arnoldschen“ herausgebracht, 196 Seiten in französisch und in englisch, mit Arbeiten seit 1992, unterstützt durch das CNAP (National Centre for the Visual Arts) und der LA CRIEE, zeitgenössisches Kunstzentrum in Rennes.
Über ein Jahr Zusammenarbeit mit Corinne Janier, der Grafikerin und der Fotografin, die sehr viel gelernt und sehr viel Zeit dafür gegeben hat.
Über ein Jahr Arbeit: Fotografieren (verkaufte Arbeiten wieder nach Hause holen oder die Besitzer fragen es gut abzufotografieren), und vor allem was für mich sehr wichtig ist: Autoren finden. Autoren, die meine Arbeiten auf ihre Art und Weise erleuchten. Texte, die meine Arbeiten in Perspektiven setzen, die über das Objekt Schmuck hinaus gehen, Texte, die auch literarische Qualitäten haben, intime Texte, sachliche Texte und Texte von Freunden, die mir geholfen haben diese Arbeiten zu machen.
Eine wunderbare Arbeit, Autoren zu suchen, sich Fragen zu stellen: was bedeutet ein Vorwort, wo ist der internationale Teil meiner Arbeit, wo ist die Wichtigkeit der französischen Sprache und mein Leben zwischen den „Nationen“, zwischen den Sprachen, wie kann dies alles grafisch, sprachlich in diesem Buch gezeigt werden.
Ein Buch ist eine Zusammenarbeit zwischen Menschen, die alle ihre Qualitäten einsetzen, um „es werden zu lassen“, wie das Leben, das ich bis jetzt gelebt habe. Ein Buch ist ein Einsatz, der das Leben um sich herum ins „rütteln“, bringt. Freundschaften mussten stark sein, der Liebste muss es durchhalten.
Die Zeitspanne ist kurz gewesen, das finanzielle Problem sehr groß, und dann hat dieses Buch eine Wichtigkeit bekommen, die auch meine Arbeiten, die kommenden sehr beeinflussen wird. Das eben dieses Buch einerseits ein Rückblick ist und in sich die Möglichkeit tragen muss, das Kommende schon sichtbar werden zu lassen. Das Arbeiten um das Buch hat nun aufgezeigt, dass das Schmuckmachen hier in Frankreich von den unerwartetsten Stellen der Kultur unterstützt wird, aber traurigerweise die Unterstützung der dafür zuständigen Museen leider sehr selten bekommt. Ich muss hier auch sagen, dass ich nicht beim Kunsthandwerk angeklopft habe. Das zeigt auf, das wir alle Türen öffnen können, und diese Tatsache sich auch in unseren, ich denke sehr in meinen Arbeiten widerspiegelt.
Ich hoffe sehr, das dieses Buch auch andere Kollegen anspornt und auch helfen wird, das Schmuckmachen und Schmuckdenken hier in Frankreich dem Ausland näher zubringen und auch hier in Frankreich die Möglichkeit gibt zu zeigen, was Schmuck sein kann. Aber das ist jetzt ein sehr moralischer Anspruch, nicht spannend genug, aber vielleicht zeigt er auch auf, das ich trotz allem erst einmal etwas müde bin nach all der Konzentration und der Spannung, unter der ich dieses Jahr verbracht habe.
Es gibt noch einmal die Möglichkeit, meinen Dank an Christoph Abbühl, Jean Artola, Ludivine Bise, Marijke Bontinck, Leïla Brett, Michel Caradossi, Chantal Creste, Erika Brugger, Harald Brugger, Elise Chaineau, Pierre Chaineau, Joël Faivre-Chalon, Hanspeter Dähler, Simon Glaus, Sophie Hanagarth, Hans-Ruedi Hoesli, Mike Holmes, Christophe Huret, Corinne Janier, Meret Mangold, Françoise Maisonneuve, Charlotte Messence, Muriel Moussu, Michèle Moutashar, Hervé Perrin, Marcel Robelin, Jean-Daniel Roche, Gisèle Richaud, François Seigneur, Elisabeth G. Sledziewski, Elizabeth Shypert, Marjan Unger, Daniel Vallée, Fred Visser, Mathilde Quinchez auszusprechen. Ohne alle diese Personen wäre dieses Buch nicht entstanden.
Monika Brugger, Fourneau, im Februar 2009
Das Buch „Heimat“ ist soeben erschienen und kann zum Preis von 39,80 € bezogen werden über die Arnoldsche Verlagsanstalt GmbH, Tel. +49/711/64 56 18 0, Fax +49/711/64 56 18 79, art@arnoldsche.com
(ISBN: 978 389 790 2954).
Der neue Schmuckverein „La Garantie“ in Frankreich, von Monika Brugger
La Garantie, association pour le bijou, Verein für Schmuck, gegründet im Jahr 2007 von Christian Alandete, Monika Brugger, Benjamin Lignel, Delphine Lesbros, Cecile Michaud. Alle kommen aus verschiedenen Bereichen: Soziologie, Kunstgeschichte, Ausstellungs-macher, Designer und Schmuckmacher, was das Besondere dieses Vereins ist.
Und dieser kleine Verein hat schon ein wunderbares Programm in 2008 gestaltet.
La Garantie ist dabei, ein Dokumentationszentrum über Schmuck zu eröffnen auf der Basis der privaten Dokumentation (Dias, Bücher, Kataloge etc.) von Monika Brugger.
Delphine Lesbros und Cécile Michaud haben ihren ersten Journée d’études (Studientag) über Schmuck an der ENS, École Normale supérieure, rue d’Ulm in Paris, der Hochburg der französischen Intelligensia gestaltet. Ein Tag über die Funktion und den Gebrauch von Schmuck von der Prähistorik bis zu unseren Tagen. Sie organisierten ein wunderbares wissenschaftliches Komitée. So war es ein Tag, an dem diese Zwei junge WissenschaftlerInnen und Doktoranten/innen aus allen verschiedenen Disziplinen (Anthropologie, Literatur, Soziologie, Kunstgeschichte …) um das Thema Schmuck zusammengebracht haben. Es war schon ein Ereignis innerhalb der Schule selbst und ein Tag, an dem sich auch ein wunderbares Publikum zusammen gefunden hat. Dies alles und auch der Kaffee und Kuchen in den Pausen wurde bezahlt von der EHESS, dem Centre de recherche sur les arts et le langage (CRAL) und dem Centre Maurice Halbwachs (CMH), war also kostenlos für alle Teilnehmer. Die Schmuckstudenten aus Paris, Stassburg und Limoges (was nicht wirkliche Schmuckstudenten sind) haben daran teilgenommen, haben eine Studienreise mit Museumsbesuchen gemacht und dann am zweiten Ereignis, dem Dezemberfest, auch von der La Garantie organisiert, teilgenommen
Das Dezemberfest!, nicht zu verwechseln mit dem Oktoberfest, auch wenn es ein „clin dœil“ ist. Inspiriert wurden Emmanuel Lacoste und Benjamin Lignel sicher vom „Schmuck“ und da sind wir wieder bei einem Oktoberfest. Das Dezemberfest wie auch die Journée d’études sollen zweijährig veranstaltet werden und helfen, Kontakte unter den verschiedenen Studenten und den Schmuckmachern zu motivieren, dies durch fachspezifische Vorträge, Diskussionen und Austausche auf verschiedenste Art und Weise: Werkzeug, technisches Können oder was auch immer ausgetauscht werden kann. Es soll auch international werden, dafür brauchen wir noch etwas Zeit.
Für dieses Jahr wird noch ein Symposium Les rencontres du fourneau ins Leben gerufen, in Fourneau, am Rande des Waldes Paimpont, wo Merlin begraben liegen soll und Morgane im Tal ohne Wiederkehr lebte. Ein Symposium, auch zweijährig und auch geleitet von dem Gedanken, einen Austausch zu schaffen, eine Möglichkeit zu gestalten, Künstler zusammen zu bringen, internationalen Austausch zu gestalten, um einen Austausch zwischen Generationen langsam wachsen zu lassen. Und auch immer mit dem Gedanken, das wir im Augenblick in einer sehr seltsamen Aufbruchstimmung sind hier in Frankreich, wo die Anfänge gestaltet werden, die durch diese Gruppe erreicht werden können. Diese Gruppe, die aus sehr verschiedenen Mitgliedern besteht und vor allem aus Männern und Frauen, die sich in ganz unterschiedlichen Interessengruppen bewegen und dadurch neue Türen öffnen lassen.
Und vor allem wird die Ausstellung Also known as jewellery beginnen zu reisen. Organisiert von Christian Alandete und Benjamin Lignel wird diese französische Schmuckausstellung in der Galerie Flow in London (Grossbritannien) im März, bei Alternatives in Rom im Juni/Juli und dann bei Velvet da Vinci in San Francisco (USA) im Herbst 2009 zu sehen sein. Ein Katalog ist in Vorbereitung mit Texten unter anderem von: Sofian Beldjerd, Frédéric Bodet, Caroline Broadhead (GB),), Carole Guinard (CH), Noel Guyomarc’h (CDN), Love Jönsson (S), Anna Kharkina (Rus), Philippe Liotard, Michael Rowe (GB), Frédérique Verlinden über die französischen Schmuckmacher: Claire Baloge, Babette Boucher, Brune Boyer-Pellerej, Frédéric Braham, Monika Brugger, Carole Deltenre, Joanne Grimonprez, Sophie Hanagarth, Ulrike Kampfert, Emmanuel Lacoste, Catherine Legal, Florence Lehmann, Christophe Marguier, Amandine Meunier, Jana Natier, Nathalie Perret, Maud Traon.
So werden alte Ideen durch neue Aktionen ins Laufen gebracht und wir alle hoffen, dass durch die unterschiedlichen Teilnehmer auch neue Dynamiken ins Rollen gebracht werden, denn es ist vielleicht das erste Mal, das nicht nur Macher, sondern auch Denker zusammen gemeinsam versuchen, das Thema Schmuck anzugreifen, es zu machen, darüber nachzudenken, und es dadurch dem Publikum wie auch unter sich, zu vermitteln versuchen.
Und ich kann nur sagen, dass es schön ist, dabei zu sein und es auch ausgelöst zu haben. Da ich nun schon seit langem durch Workshops, Ausstellungen, Vorträge und was auch immer, ja auch durch mein eigenes Schmuckmachen versuche, den Schmuck sichtbar zu machen. Und da es immer durch die Begegnung mit anderen möglich wird, neue Perspektiven zu öffnen, ist deshalb die Begegnung und die heutige Zusammenarbeit mit Cecile Michaud, Benjamin Lignel, Delphine Lesbros und Christian Alandete eine der wichtigsten Elemente der neuen Dynamik. Eine Dynamik, die, wie ich hoffe, sehr lange dauern wird, neue Mitglieder findet und auch schon gefunden hat. Eine Dynamik, die sich entwickeln wird durch die Vielfalt ihrer Mitglieder, durch die Tatsache, dass im Augenblick neue Schmuckmacher aus den Schulen kommen und der Schmuck in Frankreich dadurch neue Impulse bekommt. Aber es müssen eben auch neue Impulse erarbeitet werden und sie werden erarbeitet.
Das Buch „Heimat“ von Monika Brugger
Heimat heißt das Buch.
Heimat, ein Wort, das nicht ins Englische, nicht ins Französische übersetzt werden kann.
Heimat ist das einzige Wort, gefunden von einem französischen Freund, das in sich alles trägt was ein „Immigrant“ in seinen künstlerischen Arbeiten sucht und findet.
Heimat ist das Ergebnis eines Projekts, das in Arles, in meiner Küche, um meinen Esstisch herum, seinen Anfang hatte: ein schönes Buch(lein) mit interessanten Texten über eine Arbeitsgruppe “Au bout des doigts” zu machen. Corinne Janier, eine junge Fotografin und Grafikerin, fand meine Arbeiten so wunderbar und sie liebt Büchermachen. So fing sie dann 2005 an, Fotos der Arbeiten zu machen, über den grafischen Teil des Buches nachzudenken, einen Dummy zu gestalten, und ich begann die Autoren zu suchen. Somit, langsam und langsam, fing das Projekt an, eine Form zu bekommen, die nun endlich auch einen Herausgeber finden musste. Einen Herausgeber, finanzielle staatliche Unterstützung, Sponsoren und was alle so gebraucht wird, um ein Buch - es war noch ein Büchlein - herausbringen zu können. Einige wurden angeschrieben (auch der Traum-Herausgeber, er hat geantwortet - aber negativ) so kamen keine Antworten und dann negative, und es ist immer wunderbar zu lesen, wie alles formuliert ist. Ja dann kam im Juni 2007 doch ein positiver kleiner Brief von Dieter Zuehldorf, der dann meinte : Ja, gibt es noch mehr Arbeiten?
Ja, dann haben wir heute die Heimat mit der „Arnoldschen“ herausgebracht, 196 Seiten in französisch und in englisch, mit Arbeiten seit 1992, unterstützt durch das CNAP (National Centre for the Visual Arts) und der LA CRIEE, zeitgenössisches Kunstzentrum in Rennes.
Über ein Jahr Zusammenarbeit mit Corinne Janier, der Grafikerin und der Fotografin, die sehr viel gelernt und sehr viel Zeit dafür gegeben hat.
Über ein Jahr Arbeit: Fotografieren (verkaufte Arbeiten wieder nach Hause holen oder die Besitzer fragen es gut abzufotografieren), und vor allem was für mich sehr wichtig ist: Autoren finden. Autoren, die meine Arbeiten auf ihre Art und Weise erleuchten. Texte, die meine Arbeiten in Perspektiven setzen, die über das Objekt Schmuck hinaus gehen, Texte, die auch literarische Qualitäten haben, intime Texte, sachliche Texte und Texte von Freunden, die mir geholfen haben diese Arbeiten zu machen.
Eine wunderbare Arbeit, Autoren zu suchen, sich Fragen zu stellen: was bedeutet ein Vorwort, wo ist der internationale Teil meiner Arbeit, wo ist die Wichtigkeit der französischen Sprache und mein Leben zwischen den „Nationen“, zwischen den Sprachen, wie kann dies alles grafisch, sprachlich in diesem Buch gezeigt werden.
Ein Buch ist eine Zusammenarbeit zwischen Menschen, die alle ihre Qualitäten einsetzen, um „es werden zu lassen“, wie das Leben, das ich bis jetzt gelebt habe. Ein Buch ist ein Einsatz, der das Leben um sich herum ins „rütteln“, bringt. Freundschaften mussten stark sein, der Liebste muss es durchhalten.
Die Zeitspanne ist kurz gewesen, das finanzielle Problem sehr groß, und dann hat dieses Buch eine Wichtigkeit bekommen, die auch meine Arbeiten, die kommenden sehr beeinflussen wird. Das eben dieses Buch einerseits ein Rückblick ist und in sich die Möglichkeit tragen muss, das Kommende schon sichtbar werden zu lassen. Das Arbeiten um das Buch hat nun aufgezeigt, dass das Schmuckmachen hier in Frankreich von den unerwartetsten Stellen der Kultur unterstützt wird, aber traurigerweise die Unterstützung der dafür zuständigen Museen leider sehr selten bekommt. Ich muss hier auch sagen, dass ich nicht beim Kunsthandwerk angeklopft habe. Das zeigt auf, das wir alle Türen öffnen können, und diese Tatsache sich auch in unseren, ich denke sehr in meinen Arbeiten widerspiegelt.
Ich hoffe sehr, das dieses Buch auch andere Kollegen anspornt und auch helfen wird, das Schmuckmachen und Schmuckdenken hier in Frankreich dem Ausland näher zubringen und auch hier in Frankreich die Möglichkeit gibt zu zeigen, was Schmuck sein kann. Aber das ist jetzt ein sehr moralischer Anspruch, nicht spannend genug, aber vielleicht zeigt er auch auf, das ich trotz allem erst einmal etwas müde bin nach all der Konzentration und der Spannung, unter der ich dieses Jahr verbracht habe.
Es gibt noch einmal die Möglichkeit, meinen Dank an Christoph Abbühl, Jean Artola, Ludivine Bise, Marijke Bontinck, Leïla Brett, Michel Caradossi, Chantal Creste, Erika Brugger, Harald Brugger, Elise Chaineau, Pierre Chaineau, Joël Faivre-Chalon, Hanspeter Dähler, Simon Glaus, Sophie Hanagarth, Hans-Ruedi Hoesli, Mike Holmes, Christophe Huret, Corinne Janier, Meret Mangold, Françoise Maisonneuve, Charlotte Messence, Muriel Moussu, Michèle Moutashar, Hervé Perrin, Marcel Robelin, Jean-Daniel Roche, Gisèle Richaud, François Seigneur, Elisabeth G. Sledziewski, Elizabeth Shypert, Marjan Unger, Daniel Vallée, Fred Visser, Mathilde Quinchez auszusprechen. Ohne alle diese Personen wäre dieses Buch nicht entstanden.
Monika Brugger, Fourneau, im Februar 2009
Das Buch „Heimat“ ist soeben erschienen und kann zum Preis von 39,80 € bezogen werden über die Arnoldsche Verlagsanstalt GmbH, Tel. +49/711/64 56 18 0, Fax +49/711/64 56 18 79, art@arnoldsche.com
(ISBN: 978 389 790 2954).





